|
Ein Elektrofahrrad, auch E-Bike oder E-Fahrrad genannt, ist ein herkömmliches Fahrrad, welches durch einen zusätzlichen Elektromotor unterstützt wird. Der Motor sitzt dabei alternativ an Vorder- oder Hinterrad und reduziert die Anstrengung des Fahrradfahrers durch entsprechende Hilfestellung. Das elektronisch unterstützte Fahrrad ermöglicht so schnelleres und angenehmeres Radfahren und ist vor allem bei Steigungen hilfreich. E-Bikes gehören zu einer der größten Innovationen auf dem Fahrradmarkt und fertige Modelle haben unter anderem stolze Preise. Doch es gibt auch hier die kostengünstigere Eigenbauvariante. Mit ein paar Handgriffen kann das gewöhnlich Rad zum modernen Elektrorad umgebaut werden, dieser Artikel klärt die grundlegenden Arbeitsschritte und erklärt was dazu benötigt wird. Herzstück eines E-Fahrrads ist der Antriebsmotor, dieser ist im Regelfall an einer passenden Felge vormontiert. Diverse Anbieter bieten hier für sämtliche Fahrräder Einzelteile oder auch fertig montierte Felgen. Neben Motor und Felge wird passendes Werkzeug benötigt, hier reicht normalerweise eine kleine, gut ausgestattete Heimwerkstatt mit Schraubenschlüsseln und gängigen Werkzeugen aus. Wer bereits schon mal einen Fahrradreifen gewechselt hat, kennt die wichtigsten Arbeitsschritte schon. Aber auch Neulinge, die noch nie an einem Fahrrad geschraubt haben brauchen keine Angst vor der Arbeit zu haben. Ein gewöhnliches Fahrrad ist mit ein wenig Geschick schnell zerleget und ein Zusammenbau ist auch nicht wirklich kompliziert. Zuerst wird, je nach gewünschter Antriebsart, Vorder- oder Hinterrad ausgebaut. Anschließend werden Felgenrahmen, Schlauch und Mantel des alten Rades auf die mit dem Elektromotor versehende Felge übertragen. Sind die Teile gewechselt, wird das neue Rad wieder in den Rahmen eingebaut. Hierbei ist die Führung der Kabel zu beachten, je nach Motorenart treten diese zur oder gegen die Fahrtrichtung aus der Radnabe aus. Beim Einbau ist darauf zu achten, die Unterlegscheibe und Haltezahn so einzubauen, dass sich das Rad nicht in der Nabenaufnahme verdrehen kann. Hier sollte genau gearbeitet werden und notfalls die Gabel angepasst werden, denn ein Verdrehen kann einen Totalschaden des Motors zur Folge haben. Ist das Rad eingebaut, folgt der Einbau der Steuerelektronik. Hierfür ist beispielsweise unterhalb des Gepäckträgers Platz. Zum Schluss werden die Pedalsensoren eingebaut, diese Arbeit ist etwas kniffelig und erfordert in den meisten Fällen einen Abzieher, den es in den meisten Fahrradläden gibt. Sind diese Arbeitsschritte erledigt müssen nur noch spezielle Bedienungshebel am Lenker angebracht werden und das Elektrofahrrad ist fertig.
|